Göttinnen


"Frau" ist einer der höchsten Titel von Artemis. Frau ist für sie ist gleichbedeutend mit "Göttin". Die Göttin, das bist du selbst!

Die Göttin ist die Verkörperung des allgemeinen Prinzips "Frau". Die reine Weiblichkeit.

Göttinnen verkörpern Prinzipien. Meist sind es Prinzipien der Weiblichkeit und spezieller Eigenschaften der Frauen, die in ihnen gesucht werden können und dadurch in dir selbst gestärkt werden. Bedenke, dass sie Eigenschaften der Natur und der Welt verkörpern und dass sie keine anzubetenden Überwesen sind. Als Akademikerin nenne sie ruhig Archetypen, dies ist ihre Beschreibung für das moderne wissenschaftliche Weltbild. Doch auch das ist nur eine neue Form von Religion oder Aberglauben.

Göttinnen sind etwas Eigenes. Die Aussage der Göttin ist: "Ich bin".
Die Muttergöttin: "Es gibt dich" oder "Ich will, daß es die Tochter gibt"

Wer sollte sie klassifizieren oder beschränken, beurteilen oder schubladisieren? Der einzige Rat, den ich dir geben kann ist der: Erkenne die Göttin immer durch eigenes Erleben.

Begegne ihr mit dem Respekt, den eine große Göttin verdient hat.

Göttinnen treten als Wesenheiten auf und sollten auch als solche behandelt und geehrt werden wenn du sie rufst. Lerne die Göttinnen kennen, als Teil deiner selbst und als Wesen zugleich. Als Magierein oder Hexe kannst du sie als Wesenheiten herbeiholen und mit ihr kommunizieren oder eins werden und selbst als Göttin handeln.
Alle die dies tun oder die ihr in irgend einer Form begegnen sollten dies unbedingt über Artemis wissen. Sie ist dann eine Göttin mit Launen und eigener Intelligenz.

Verehrung?: Artemis liebt es, wenn sie verehrt wird, aber sie will geschätzt werden und gekannt und nicht angebetet, denn du sollst deine eigene Göttlichkeit sehen. Genau wie eine Frau freut sie sich über Liebe und Beachtung und Respekt .... und über einen Strauß Blumen :) .... Alles was man ihr etgegen bring, gibt sie auch zurück.
Religiöse Verehrung ist nicht gemeint, eher ein Erkennen der Göttin. Verehre sie als das was sie ist und wie sie erscheint.
Selbst Artemis Prinzip ist: Du sollst immer alles in Frage stellen, auch die Göttin selbst. Wenn du dies verstanden hast, dann erkenne sie in dir.

Artemis - und "verwandte" Göttinnen

"Ich bitte dich, gib mir ewige Jungfräullichkeit, so viele Namen als mein Bruder Apollon hat, einen Pfeil und Bogen, gleich dem seinen und das Amt der Lichtbringerin" (Artemis zu Zeus)

Verwirrung kommt auf, wenn man anfängt sich um die Geschichte der Göttinnen und die Unterscheidung zu kümmern. Die eine geht immer wieder in die andere über und auf einer übergeordneten Ebene sind sie wohl alle ein und dieselbe Göttin, weil hier sowiso alles eins ist und kein Außen mehr existiert. Es ist eigentlich unmöglich für dies eine treffende Beschreibung zu geben, eine Erfassung in Worten ist zwangsläufig falsch. Es hängt vieles auch von der Wahrnehmung ab.

Bei den Wesenheiten kommt es vor, daß die Eule zu Artemis führt oder die Artemis zur Medusa wird. Die Beschreibungen von Kybele und der Artemis von Efesus sind austauschbar, genauso wie viele Beschreibungen von Heakte, Minerva und sogar Kali. Manche Göttinnen unterscheiden sich deutlicher von Artemis, das ist z.B. Hera oder die katholische Form der Maria. Nuit ist allumfassend und übergeordnet, sie zu beschreiben überlasse ich aber ihr selbst. Alle diese Göttinnen, Töchter sind irgendwie Aspekte der Großen Göttin, die auch wieder nur ein Bild für etwas ist. Alle Göttinnen haben aber eine Verbindung zu dieser Urform der Welt und sie kann sich über diese spezialisierten Göttinnen in bestimmten Aspekten zeigen.

Namensverwirrung und Gleichheiten lassen sich leider kaum vermeiden. Auch haben die Göttinnen in den verschiedenen Kulturen andere Namen, können aber gleich gesetzt werden. Manche Mythen verschwimmen miteinander.

Z.B.
Muttergöttin: Inanna, Isis, Nut, Demeter, Tiamat Alma Mater, Kybele, Erda, Kali Ma
Tochter: Jungfrau: Kore, Persephone, Artemis, Diana, Istara

ARTEMIS

"Die Frau"

Beschützerin der Weiblichkeit - Frau - Mond = Verkörperung des weiblichen Prinzips
Beschützerin der Freiheit - des freien Willens = Jungfrau
Jungfrau (Begriffsklärung)
Beschützerin des Wissens, des Intellekts - Zauberei, Orakel
Beschützerin der Tiere
Göttin der Quellen
Göttin von Schwangerschaft und der Geburt
Beschützerin der Mädchen
Beschützerin der Tiere und der Natur
Beschützerin der Tiere in der Jagd
Amazonengöttin
Heilerin
Die dreifache Göttin

NUIT - Formgeberin

Göttin reiner Liebe

Unendlich, Universum, Reine Weltseele, Reiner Geist
Eine Erde, Eine Materie
Große Göttin - allumfassend - Ur -Liebe
Muttergöttin, Formgeberin, Erschafferin
Sternengöttin Nuit: Mutter Tod und Inkarnation. Formgeberin


 

Namen:

Viele Namen für die gleiche Göttin, da kann sich schon auch mal eine Legende reinmischen, was nicht zu ihr gehört.... Diese Seite wird laufend überarbeitet und nach neuesten Erkenntnissen revidiert.

Namens-Anagramme:

 
A R T E M I S I S T A R A A S T A R T E
A R T E J I S (gespr. altgriechisch) I S C H T A R A S T A R A
I S T A R A O S T A R A A S T A T A R A
T(H) E M I S I S I S A S T R A T E I A
M A R I A I S A I S T A R A

Ash ta tara - Ischtara - Aschtara

Wortstämme für Astarte und Ischtar, welche die frühesten Namen der Artemis sind.

Ostara - Oestre

Göttin, die man hierzulande noch als Frühlingsgöttin kennt und für die das Fest Ostern gefeiert wird. Ihr Symbol ist das Ei, für Fruchtbarkeit und Reinkarnation.


I-NANA - Inanna

Sternen-mutter

U-MA

Mondfrau, Ur- Mutter, Mutter der Ama-Zonen (Töchter der Mondfrau)

Diana
Römischer Name der Artemis ( Diviana, Diva Jana, Dia Anna)

Etruskische Diana:
Auch die italische Diana . . . war eine Göttin der wilden Tiere und als Herrin der Wölfe zumal die Gebieterin all derer, die außerhalb der Kultur, jenseits der Ordnung lebten, die Herrin der Vogelfreien und der Fremden, aber auch eine Göttin des Krieges wie die Artemis. (Karl R.H. Frick: Das Reich Satans. Satan und die Satanisten 1. S.310 ff)

Artemis Phosphoros - Diana Luzifera:

Die Scheinende, die Lichtbringerin

Sie tragen das göttliche Licht in die Ebene der Menschen und erleuchten das menschliche Herz. Die Lichtbringer sind heute auch als Eng-El bekannt. El bedeutet "von Gott" - die alten "Götter". Sie scheinen in hellem göttlichen Licht, das aus einer höheren Schwingungsdichte stammt. Die Templer erkannten, das Istara ein Engel ist. Dies ist einer der vielen Namen der Artemis. Ihr Name Diana heißt auch nichts anderes, als "Die Scheinende". Artemist ist in ihrer Funktion als Lehrerin für das Göttlich-Weibliche auch eine Lichtbringerin, die die Natur des Göttlichen Wesens erklärt.
Laßt euch nicht verwirren von der Vertuefelung, die die Kirche den alten Göttern angetan hat.
Luzifera wird so angerufen: "Oh du schöner Morgenstern": der Planet Venus! Wie immer: Eine Göttin.

Luzifera:
Lucifer kommt aus dem lateinischen (von lux = licht und ferre = tragen, bringen) und heißt Lichtbringer. Auf griechisch heißt er phosphoros (von phos = licht und pherein = tragen, bringen). Lucifer bzw. Phosphoros war ursprünglich der Name des Morgensterns, quasi ein Aspekt der Venus oder Aphrodite. Die Jägerin Artemis stellte man sich auch mit einer Fackel dahinstürmend vor, und die Artemis Phosphoros (Lichtträgerin) hatte in Munichia, dem Hafen von Athen, einen Tempel. Wir sehen sie ohne Namen aber mit derselben Bedeutung (Freiheit) als Göttin von New-York ;)

Auch im Hellenistischen Raum war Artemis eine Lichtbringerin: Eine Sage besagt: "Als Artemis 3 Jahre alt war, wurde sie von ihrem Vater nach Geschenken gefragt, die sie gern besäße. Ihre Antwort lautete: " Ich bitte dich, gib mir ewige Jungfräullichkeit, so viele Namen als mein Bruder Apollon hat, einen Pfeil und Bogen, gleich dem seinen und das Amt der Lichtbringerin" ("Das Reich Satans" (Teil 1)Karl R.H. Frick, 1982 S.310)

 

 

Lilith - Lilitu

Lilith ist einer der Ursprünge von Artemis, der immer noch in ihr fort besteht. Sie ist auch sumerisch babylonischen Ursprungs. Die jüdische Mythologie besagt, sie sei die erste Frau Adams gewesen. Lilith ist auf jeden Fall eine Göttin, die sich immer gegen die Vorherrschaft der Männer gewehrt hat. Die jüdische Darstellung ist wahrscheinlich auf das damalige Zusammentreffen des weit verbreiteten Göttinkultes mit der jüdischen Religion zurück zu führen. Die damaligen Frauen weigerten sich, sich den Bedingungen der Männer zu unterwerfen. Als Beispiel wird oft erwähnt, daß Lilith sich weigerte in der Missionarsstellung Sex zu haben.

Sie ist urweiblich, unbezähmbar. Sie ist der unbezähmbare wilde Aspekt der Artemis und in ihr aufgegangen. Liliths Ruf wurde schwer beschädigt, indem man sie mit Vampirismus in Verbindung brachte.
Man schrieb ihr alles Übel zu, mit dem man die weiblichen Gottheiten in Verruf brachte. Dies hat mit der Natur einer wahren Göttin aber gar nichts zu tun.

 

 

 


 

Karythalia


Name der Artemis in Sparta. "Dort huldigte man in ihr besonders den Aspekt der Jägerin, der auch eine andere Form der zerstörerischen Alten oder des abnehmenden Mondes war. Ihre Priesterinnen dort trugen Masken in Form von Jagdhunden und führten orgiastische Tänze auf. Die Amazonen ehrten sie als Kriegsgöttin Astrateia in Kreistänzen, begleitet vom Zusammenschlagen der Schilde und Schwerter. Am beliebtesten aber waren die Feiern in den Vollmondnächten. Dort versammelte man sich, Artemis zu Ehren in den Wäldern, wo man ihr in ausgelassenen Feiern und wahllosen Vereinigungen huldigte." (Der Kult der Artemis)

Artimpaasa:

Name der Mond- und Erdgöttin bei den Skythen

Artumes

Bedeutung: Heilerin. Etruskischer Name der Artemis

Hekate

Hekate hat so viele Ähnlichkeiten mit Artemis, daß sie oft mit ihr gleichgesetzt oder auch verwechselt wird. Sie ist ebenso eine Erd- und eine Mondgöttin, eine Göttin der Fruchtbarkeit, der Geburt, des Krieges, der Zauberei und der Unterwelt. Sie wird als "schießend" bezeichnet. Ihr unterstehen Geister und Dämonen. Heilige Orte der Hekate sind Wegkreuzungen. Hekate hat alle 3 Aspekte der Göttin und manchmal wird Artemis als ihr Jungfrauaspekt bezeichnet, dies ist aber eine Einschränkung der Artemis, die auch alle 3 Aspekte besitzt.

Themis

Themis - Die Gerechtigkeit ist Teil und Einheit mit Artemis. Gerechtigkeit heißt nicht Gleichmacherei. Hier kann ein großes Mißverständnis entstehen. Artemis unterscheidet zwischen denen, die eins mit ihr sind und denen, die es nicht sind.
Themis ist Ausgleich. Ausgleich kommt, auch wenn es nicht gleich geschieht, doch sie arbeitet unermüdlich solange, bis der Ausgleich stattgefunden hat.
Themis ist eine Schutzgöttin. Wen sie liebt und wer eins mit ihr ist, der ist von ihr geschützt, selbst wenn es eine Weile dauert bis dieser Schutz greift. Du bekommst es nicht immer mit aber der Ausgleich findet statt. Es muß nicht darum gebeten werden, denn es ist ein Naturgesetz. Die Göttin wird angegriffen, die Göttin gibt Gleiches zurück. Es wird dir nicht einmal möglich sein, sie dabei aufzuhalten, es ist unabänderlich.
Aber: Wo Liebe ist, wird auch Gnade kann gewährt. Der Ausgleich ist eine Eigenschaft Nuits.

"Vorhellenistische Schöpfergottheit, die mit der chaldäischen Thamte ("Meer") und der Tiamat verwandt war. Ihr Jungfrauen-Aspekt war Artemis (Ar-Themis); ihr Name hatte den gleichen Zahlenwert wie der Mond. Ihre Kinder waren die Themisten. "Orakel". Sie gründete das Orakel von Delphi ("Mutterleib") lange bevor Apollo es an sich reißen konnte.

Die Schwarzmeer-Amazonen verehrten Themis in der Form eines schwarzen Steins auf ihrer heiligen Insel Themiscyra, "Göttliche Themis". Auch im Forum Romanum befand sich ein uralter Stein, der Lapis Niger ("schwarzer Stein") in den das heilige Gesetz der Göttin eingemeißelt war. Selbst im entfertnen Island wurde die gleiche Göttin in der Gestalt einens Steines verehrt, der Spamathr "Mutter der Prophezeihung", oder auch Armathr "Mutter des Wohlstands", genannt wurde.

Für die Ägypterinnen war Themis Temu, ein Geist des fruchtbaren Abgrundes, der am Anfang alle Dinge hervorgebracht hatte.

Der antike Mythos machte Themis zum Geist der nach-sindflutlichen Schöpfung. Nachdem die Flut sich zurückgezogen hatte, lehrte Themis die beiden Überlebenden Deukalion und Pyrrha, wie die Erde durch magische Kräfte wieder zu bevölkern sei. Sie sollten im Gehen "die Knochen ihrer Mutter hinter sich werfen". Sie versuchten diesen rätselhaften Befehl zu verstehen und begriffen schließlich, daß Themis Steine meinte - die Knochen ihrer Mutter Erde. Durch die Gnade der Göttin entstanden neue Menschen aus diesen Steinen." (Barbara G.Walker: Das geheime Wissen der Frauen. dtv 2.Aufl. 1995S.1083)

 

Tiamat - sumerisch-babylonische Muttergöttin ( Dia Mater )

Urkräfte der Babylonier waren Apsu und Tiamat. Die ersten Götter Babylons Anshar und Kishar waren Nachkommen dieser. Hierbei symbolisiert Apsu die männliche Seite, das Süßwasser unter der Erde. Tiamat symbolisiert die weibliche Seite der Urkräfte und das Salzwasser, das die Erde umgibt.

Ihr Name bedeutet sie die sie alle gebar, weil sie zusammen mit Apsu in den Urzeiten vor der Schöpfung die ersten Generationen von Göttern gezeugt hat (Lachmu und Lachamu u. a.). Die Begrifflichkeit von Tiamat ist schwer nachzuvollziehen, sie verkörpert Person (Göttin) und Prinzip (Salzwasser) in einem; genauso Apsu, dessen Name später als Wohnstatt des Gottes Ea/Enki genannt wird. (Wikipedia)

"Im babylonischen Schöpfungsmythos ist die Göttin Tiamat, dämonisiert als "der Drache des Chaos", der Ursprung der Schöpfung, obwohl der Stadt-Gott Marduk, der lediglich ihr Sohn war, Himmel und Erde geschaffen haben soll. Solche Verdrehungen wurden in patriarchaler Zeit vorgenommen, um den Göttinnen ihre Macht zu rauben, der Mythos der Genesis ist das bekannteste Beispiel." (siehe http://www.wedernoch.de/thesen/z_matri.htm)

 

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